Chronik des

DRK - Ortsvereins Leutershausen

 

 

 

 

1910 – 2010

 

100 Jahre im Sinne Henry Dunants und der
Grundsätze des Roten Kreuzes

 

Menschlichkeit – Unparteilichkeit – Neutralität

Unabhängigkeit

Freiwilligkeit – Einheit - Universalität

Am 31. August 1910 trafen sich im Gasthaus „Zum Hirsch“ 14 Männer unter dem Vorsitz des Herrn Doktor Ferger aus Schriesheim, um die „Freiwillige Sanitätskolonne“ Leutershausen zu gründen.

Es waren dies: Jakob Weber, Jakob Christoph, Konrad Geißler, Peter Gräf, Peter Schulz, August Krauth, Georg Bär, Nikolaus Schrödersecker, Jakob Brand, Wilhelm Maseberg, Valentin Probst, Philipp Brand, Johann Maier und Franz Joseph Keppler.

 

In dieser Versammlung wurden gewählt:

 

1. Vorstand
2. Vorstand
3. Vorstand und Schriftführer
Kassier und Zeugwart 
Diener 
Kolonnenarzt
Jakob Weber
Jakob Christoph
Konrad Geißler
Wilhelm Maseberg
Johann Maier
Dr. Ferger, Schriesheim (bis1919)

                     

 

Durch ständige Übungen und Ausbildung wurde die Grundlage zu gekonnter Hilfeleistung geschaffen. Wie ernst diese Mitarbeit in den Übungsstunden genommen wurde, kann man daraus ersehen, dass Mitglieder nach mehrmaligem Fehlen sofort aus der Kolonne ausgeschlossen wurden.

 

Zur Unterhaltung und Einnahmeerzielung wurden auch Theaterspiele durchgeführt. Allerdings war der Eintrittspreis aus heutiger Sicht sehr moderat: Zur Hauptprobe kostete der Eintritt 20 Pfennige, zur Vorstellung am Ostermontag 1912, 50 Pfennige.

 

Die Fluktuation der Mitglieder war in den ersten Jahren, wohl auf Grund der strengen Handhabung, recht groß. Es war ein, zum Teil heftiges Kommen und Gehen. Bereits zwei Jahre nach der Gründung gab es mit Adam Förster jun. das erste Ehrenmitglied! Die Begründung dafür ist jedoch unbekannt.

 

Die sparsame Haushaltsführung dokumentiert der Hinweis, dass z.B. von jedem neuen Mitglied eine Mark als Beitrag zur Uniform verlangt wurde.

Im Jahr 1911 wurden  die Uniformstücke vom Landesverein Karlsruhe bezogen. Die Kolonne zahlte 300.- Mark an, den Rest dann innerhalb eines Jahres.

Die Weihnachtsfeier brachte damals 72.- Mark an Einnahmen. Bei der Ortssammlung 1913 sind 161,85 Mark eingegangen!

An den Gemeinderat wurde im Februar 1913 ein Antrag um Überlassung des Bürgersaals für Übungszwecke gestellt.

 

Die Technik hielt Einzug: In der Mitgliederversammlung vom 16. Febr. 1913 wurde der Antrag zur Anschaffung einer fahrbaren Krankentrage einstimmig genehmigt. Zur Finanzierung wurde eine Ortssammlung veranstaltet und der Gemeinderat um einen Zuschuss gebeten. Des Weiteren dienten der Gewinn aus der Weihnachtsfeier von 49,50 Mark, sowie eine Spende des Herrn Dr. Friedrich Freudenberg über 50,- Mark diesem Zweck.

 

Eine neue Errungenschaft hielt 1914 Einzug: Die Mitglieder waren ab 1. April gegen Unfall im Dienst versichert. Die Versicherung wurde auf 10 Jahre abgeschlossen und die Prämie von der Gemeinde bezahlt.

 

Das letzte Protokoll vor dem ersten Weltkrieg datiert vom 23. Juli 1914. Während der Kriegszeit und danach existieren bis zum 21. Februar 1921 keine Eintragungen.

 

In Anwesenheit von 11 Mitgliedern wurde in der Bahnhofswirtschaft bei Fritz Stöhr die Generalversammlung am 21. Februar 1921 durchgeführt.

 

Einstimmig gewählt wurden:

 

Kolonnenführer
Stellvertreter
Kassier
Schriftführer
Jakob Christoph
Jakob Horsch
Wilhelm Maseberg
Peter Ost

         

Bezeichnend für die damalige Situation ist die Eintragung: „Die Kasse wurde, ohne dass eine Kontrolle ausgeübt werden konnte, mit keiner Einlage dem neu gewählten Kassier übergeben“.

 

Die aktiven Mitglieder wurden von der allgemeinen Feuerwehrdienstpflicht abgelöst, jedoch stellte die Kolonne bei jeder Feuerwehrübung zwei Mann zum Sanitätsdienst ab.

 

Herr Doktor Weihrauch aus Schriesheim wurde neuer Kolonnenarzt.

 

Im Laufe des Jahres 1923 wurden seitens der Kolonne bei zwei größeren Fällen Hilfe geleistet:

 

Im Juni 1923 ein Transport von Schriesheim nach Mannheim (Beinbruch).

Am Sonntag dem 7. Okt., Transport von Leutershausen nach Heidelberg (Lungenschuss).

 

1924 fanden die Übungsstunden wieder regelmäßig dienstagabends im Schulzimmer des Rathauses statt.

Herrn Peter Glock aus Großsachsen wurde nach einem Beckenbruch Hilfe geleistet und in die Klinik nach Heidelberg gebracht.

Am 26. Mai wurde Franz Hartmann aus Großsachsen, nach einem nächtlichen Streit, mit einem Bauchschuss in die Klinik nach Heidelberg gebracht.

 

Nach dem Rücktritt von Jakob Christoph wurde Jakob Horsch einstimmig zum Kolonnenführer gewählt.

 

Im Jahr 1925 wurde erstmals die Aufnahme von passiven Mitgliedern beschlossen. Der Jahresbeitrag wurde mit 2.- Mark festgelegt,

 

Aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der „Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Leutershausen“, wurde in Leutershausen am 30. Mai 1926 eine große Übung durchgeführt.

 

 

 

 

Dazu der damalige Zeitungsbericht:

 


 

 

           

 

1927 war ein Jahr mit vielen großen Übungen.

 

15 Kameraden beteiligten sich an einer Bezirksübung in Wiesloch. Anlässlich eines Gartenfestes wurde im Juli 1927 eine Großübung mit der Feuerwehr am Schulhaus durchgeführt.

Die Lage: „Durch einen Blitzstrahl während des Unterrichts entsteht Feuer mit starker Rauchentwicklung. Die Feuerwehr rettet die Kinder und bekämpft die Flammen. Die Sanitätskolonnen Schriesheim und Leutershausen versorgen die Kinder auf dem Verbandsplatz bei Jakob Schulz.“

16 Kinder wurden als Verletzte versorgt!

 

Im September/Oktober fand eine große Kreisübung am Bahnhof Friedrichsfeld - Süd statt.

 

Der Zeitungsbericht dazu:

 

 

 

Da die Jahresabrechnung am 06.11.1928 bei Einnahmen von 180,03 Mark, und Ausgaben von 96,30 Mark gerade noch 87,73 Mark aufzeigte, war es kein Wunder, dass an die Gemeinde ein Antrag auf Unterstützung zur Beschaffung einiger Jacken gestellt wurde.

Ab 1. Juli 1929 wurden erstmals neue Ausweise mit Lichtbild vom Landesverein ausgegeben.

Zum 20jährigen Bestehen wurde eine Fahnenweihe 1930 abgelehnt, jedoch sollte nach Möglichkeit ein Stiftungsfest mit einer Bezirksübung durchgeführt werden. Beides konnte aber nicht realisiert werden.

 

Im Frühjahr 1930 wurde in der Kreisversammlung in Ladenburg ein Zusammenschluss der Kolonnen an der Bergstraße angestrebt, und bei einer Besprechung in Weinheim beraten. Von der Ortskrankenkasse Großsachsen wurden 30 Mark zur Anschaffung eines Verbandskastens gespendet!

Bei Stellung von Sanitätswachen bei Gartenfesten und dergleichen wurden folgende Entschädigungen gefordert: 5 Mark für einen Tag, 3 Mark für ½ Tag, davon sollte der Helfer 1 Mark erhalten!

Strenge Sitten herrschten zu dieser Zeit: Nichterscheinen und zu spät kommen sollte bestraft werden.

 

Doktor Wopperer trat 1930 in das Rote Kreuz Leutershausen ein. Er unterstützte Dr. Weihrauch beim Unterricht und bei den Übungen.

Infolge der großen Arbeitslosigkeit wurde beschlossen, auf die Beiträge für das 3. Und 4. Quartal zu verzichten. Ein absoluter Kassentiefstand wurde erreicht!

 

Im Protokoll der Generalversammlung vom 1. März 1931 findet sich dazu:

Kassenbericht: Einnahmen 204,56 Mark, Ausgaben 204,05 Mark, Bestand 0,51 Mark.

 

Die Neuwahlen sahen wie folgt aus:

 

1. Vorsitzender und Kolonnenführer
2. Kolonnenführer und Rechner
Schriftführer
Diener
Nikolaus Schrödersecker
Fritz Schneck
Heinrich Mack
Georg Weber

 

Notiz aus der Vorstandsitzung vom 14.3.1931:

„Dem Diener wird ein Gehalt von 10.- Mark und Beitragsfreiheit pro Jahr gewährt! Dafür ist aber der Dienst genau nach Vorschrift auszuführen!“

Der Monatsbeitrag der aktiven Mitglieder  wurde auf 0,20 Mark festgesetzt!

 

Bei einer Besprechung mit den Vorständen der Sportvereine wurde für den Sanitätsdienst folgende Gebühren festgelegt:

Für Turnverein Germania und Fußballverein je 8.- Mark.

Für Kath. Jugendverein 5.- Mark pro Jahr. Verbandszeug wird extra berechnet!

 

Nach einigen Querelen über den Übungsbesuch usw. wurden 9 Mann aus der Kolonne ausgeschlossen und ihre Ausrüstung zurück gefordert.

                                                                    

Im Jahr 1932 sind keine besonderen Vorkommnisse verzeichnet, jedoch wurde am 15. Dezember das Amt des Vorsitzenden der Kolonne von Peter Ost übernommen.

 

Ein großer Theaterabend war wieder einmal fällig. Kolonnenführer Schrödersecker konnte am 10. Januar 1933 einige Honoratioren der Gemeinde, wie Bürgermeister Hauck, einige Gemeinderäte und das Feuerwehrkommando, sowie vom Roten Kreuz Kolonnenführer Willenbücher aus Weinheim, Kolonnenführer Fuhrer aus Schriesheim, sowie einige Kameraden aus Dossenheim begrüßen.

 

Auch im Roten Kreuz zeigte die Machtübernahme des 3. Reiches seine Wirkung:

Protokolleintrag der außerordentlichen Generalversammlung vom 13. Juli 1933:

„Laut Rundschreiben des ‚Beauftragten für den Badischen Männerverein vom Roten Kreuz’, legte der seitherige Vorstand, zwecks Gleichschaltung, seine Ämter nieder, um eine Neuwahl zu ermöglichen. Die vollzählig erschienenen Mitglieder wählten durch Zuruf einstimmig den alten Vorstand wieder, da dieser dem Rundschreiben des Beauftragten entsprach. Der erste Vorsitzende Ost, sowie Beisitzer Schneck sind Mitglieder der NSDAP!

Die neue Verpflichtungsformel wurde verlesen und die Mitglieder darauf aufmerksam gemacht, dass diejenigen welche aus Gewissensgründen diese Verpflichtung nicht auf sich nehmen könnten, aus der Kolonne auszutreten hätten. Es wurde kein Widerspruch erhoben!

 

Am 18.März 1934 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Im Jahresbericht über das Jahr 1933 wurden 22 praktische Übungen, 6 Geländeübungen, 31 Bereitschaftswachen und ein Alarm gemeldet.

Bezeichnend für die geänderte Aufgabenstellung: Es wurden erstmals Gasmasken und ein Verbandstornister bestellt.

Heinrich Mack wurde zum Gruppenführer und Georg Probst zu dessen Stellvertreter ernannt.

„Da Dr. Weihrauch in Mannheim mit Arbeit überhäuft ist, übernimmt Doktor Wopperer am 25. Oktober 1935 den Halbzug Leutershausen.“

 

Dr. Weihrauch lud die Kameraden am 15. November 1935 zu einer schlichten Abschiedsfeier ein. Er forderte die Kameraden auf in der schönen Sache weiter zu arbeiten und versprach, die kameradschaftlichen Beziehungen weiter zu pflegen. Kolonnenführer Schrödersecker sprach Dr. Weihrauch den Dank für das 15-jährige erfolgreiche Wirken in Leutershausen aus.

 

Mit dieser Eintragung endet das Protokollbuch bis 1945…

 

  



 

DRK – Neubeginn in Leutershausen ab 1945

 

Mitteilung an die Gemeinde Leutershausen vom 21. Februar 1946:

 

 

Leutershausen, den 21.2.1946

 

Rotes Kreuz

                        Leutershausen

Nach einer Anordnung der Militärregierung kommen alle Kriegsgefangenen, die sich in der amerikanischen Zone in Lazaretten befinden zur Entlassung.

Da diese alle ohne Kleidungsstücke und Geldmittel sind, wurde das Rote Kreuz mit der Durchführung einer Sammelaktion beauftragt.

Aus diesem Grunde führt das Rote Kreuz in allen Orten des Stadt- und Landkreises Mannheim in der Woche vom 18. – 24.2.1946 eine Haussammlung durch. Es werden Kleidungsstücke und Wäsche jeder Art, sowie Geldbeträge gesammelt.

Die generelle Verbindung aus Mitgliederwerbung und Geldsammlung im Bereich der Landesverwaltung Nordbaden ist gemäß der Verfügung des Präsidenten der Landesverwaltung Abtlg. Innere Verwaltung 2396 vom 31.1.1946 erteilt.

 

                                                                                  i.A.

                                                                        Unterschrift: Kling

Kenntnis genommen

26.II.46

Der Bürgermeister

 

Kunkel

 

 

 

 

Im Oktober 1945 wurde durch die Kreisstelle Mannheim über das Bürgermeisteramt Leutershausen an Oberlehrer Herman Blum die Bitte herangetragen, den DRK Ortsverein Leutershausen wieder aufzubauen.

In Zusammenarbeit mit dem Halbzugführer Nikolaus Schrödersecker und der Gruppenführerin Anneliese Bock konnten 18 Frauen und Männer als Rot Kreuz Mitglieder nach Mannheim gemeldet werden.

Laut Hinweis vom DRK Vorsitzenden Quinkert dürfen auch frühere NSDAP Mitglieder aufgenommen werden, jedoch keine führenden Stellen einnehmen.

Am 18.11.1945 wurde folgender Materialstand nach Mannheim gemeldet:„1 Handwagen, 3 Tragbahren, eine leere Sanitätskiste, ein aufgebrochener Schrank, Verbandmaterial nicht mehr vorhanden“!

Ein großer Arbeitsaufwand war bei der Schulspeisung in den Jahren 1945 bis 1948 erforderlich. Im katholischen Schwesternhaus wurde von einigen Frauen und den Schwestern für die Kinder der Schule und des Kindergartens jeden Tag ein Essen zubereitet.

Die erste Kleider- und Geldsammlung des Roten Kreuzes wurde im Februar 1946 für die Massenentlassung der Kriegsgefangenen in der amerikanischen Zone durchgeführt. Neben Kleidungsstücken konnten von Hermann Blum 4.369,- Reichsmark an das Rote Kreuz Weinheim übergeben werden.

Ab Juni ist eine Mehrfachführung in der Rot Kreuz Gruppe festzustellen. Neben Hermann Blum ist Heinrich Mack aus der Kennedy Straße (Martin-Stöhr-Straße) und Richard Volk in die Vorstandschaft aufgerückt.

 

Glossen aus 1946:

Für eine Tanzveranstaltung musste eine Genehmigung beim Landespolizei­kommissariat Mannheim eingeholt werden!

 

Schwesternhelferinnen wurden gerügt und vermahnt, weil sie bei der Mai-Feier in der Helferinnen-Tracht getanzt hatten.

 

Währungsreform: Am 26. Juni 1948 wurden von der Freiwilligen Sanitätskolonne 3.075,14 Reichsmark zum Umtausch bei der Spar- und Darlehenskasse Leutershausen angemeldet.

 

Zu Beginn der 50er Jahre waren Großsachsen, Leutershausen, Schriesheim und Rippenweier der „Bezirksverein 9“ des DRK Kreisverbandes.

 

Bei der Bezirksversammlung am 6. Juni 1953 wurden folgende Personen in die Bereitschaftsleitung gewählt:

 

Bereitschaftsleiter
Stellvertreter
Bereitschaftsleiterin
Stellvertreterin
Bereitschaftsarzt
Werner Disdorn, Großsachsen
Herr Kuchenbeißer, Schriesheim
Margarete Holzmann, Leutershausen
Frau Disdorn, Großsachsen
Dr. Wopperer, Leutershausen

                 

Ein Zusammenschluss mit Weinheim wurde von der Kreisbereitschaftsleitung wegen der Größe der dann entstehenden Bereitschaft abgelehnt!

 

Im November 1953 wurde von der Bereitschaft 9 die Zusammenarbeit mit Schriesheim (wegen mangelnder Zusammenarbeit) aufgekündigt. Die Ortsvereine Lützelsachsen und Hohensachsen-Ritschweier wurden von der Bereitschaft 6 Weinheim der Bereitschaft 9 Großsachsen angeschlossen.

 

1954 wurde die Bereitschaftsleitung neu gewählt. Werner Disdorn musste sein Amt als Bereitschaftsleiter aus beruflichen Gründen abgeben.

Die neue Bereitschaftsleitung der Bereitschaft 9 (Leutershausen, Großsachsen, Hohensachsen, Lützelsachsen) war ab 16. Juli 1954:

 

Bereitschaftsleiter
Stellvertreter
Bereitschaftsleiterin
Kurt Schmitt, Lützelsachsen
Otto Eck, Großsachsen
Margarete Holzmann, Leutershausen

                

 

Am 25. Oktober 1954 legte Heinrich Mack sein Amt als Vorsitzender nieder und trat aus dem Roten Kreuz aus.

 

 

Im Dezember 1954 wurde bei der Hauptversammlung erstmals eine Frau als Vorsitzende des Ortsvereins Leutershausen gewählt. Der neue Vorstand setzte sich nun wie folgt zusammen:

 

1. Vorsitzende
2. Vorsitzender
Kassier
Schriftführer
Kulturwart
Diener
Gerätewart
Bereitschaftsarzt
Erna Zinke
Fritz Bock
Richard Götz
Fritz Ullrich
Walter Kunkel
Walter Zimmermann
Karl Debus
Dr. Christoph Wopperer

   

 

Im Zeitungsbericht von damals ist zu lesen:

 

 

 

 

In den folgenden Jahren nahm der DRK O.V. langsam aber stetig zu. Mit Mitgliederwerbungen, Sammlungen, Sommerfesten etc. wurde die finanzielle Lage weiter verbessert.

 

Im Jahr 1958 gab es erneut einen Wechsel in der Leitung der Bereitschaft 9. Bereitschaftsführer wurde Jakob Böhm, Leutershausen, Stellvertreter Fritz Ullrich, Bereitschaftsführerin Margarete Holzmann, Stellvertreterin Erna Zinke.

 

1959 wurde für den verstorbenen Dr. Wopperer  Dr. Heinz Lange neuer Bereitschaftsarzt. In diesen Jahren gab es einigen Wechsel in der Vereinsführung. Jakob Böhm trat zurück und schied aus dem aktiven Dienst aus.

 

In der Bereitschaftsversammlung am 26.03.1960 kam es zum kompletten Wechsel in der Führung: Neuer Bereitschaftsführer wurde Fritz Ullrich, Stellvertreter Hans Frank, Bereitschaftsführerin Erna Zinke, Stellvertreterin Irma Weber, alle aus Leutershausen. Als Kreisvorstandsmitglied wurde Hermann Bitzel (sen.) aus Lützelsachsen in den Kreisvorstand entsandt.

 

Am 11. und 12. Juni 1960 konnte der DRK Ortsverein sein 50 jähriges Jubiläum feiern.

 

Das Fest fand in einem großen Festzelt im Brauereigelände (heute Mozartstraße) statt.


In Zusammenarbeit mit der Kreisbereitschaft wurden eine Schauübung und mittags ein großer Festzug veranstaltet.

 

Erna Zinke, Walter Kunkel, Wilhelm Bock, Hilde Hüller, Sofie Michel, Fritz Ullrich (vlnr.)

 

Von 110 angeschriebenen Vereinen hatten, außer den örtlichen, auch 30 auswärtige Vereine teilgenommen!

 

Seit Ende der 60er Jahre veranstaltet der Ortsverein zur Verbesserung seiner Finanzsituation am 1. Mai gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr am Waldparkplatz, am 1. Kehrrang, einen sehr gut besuchten Frühschoppen, welcher sich in den folgenden Jahren zu einem schönen Waldfest entwickelte.

 

Die neu eingeführten Blutspendeaktionen wurden am 2. Mai 1961 in Leutershausen gestartet. Die erste Aktion wurde in den Räumen der „Schiller-Schule“ durchgeführt.

 

 

Bei der Betreuung der Blutspender: Hilde Hüller (links) und Maria Braun (rechts)

 

Den ersten, eigenen Versammlungsraum nebst einem kleinen Materialraum konnte der Verein im Juni 1962 im neu gebauten Bauhof  in der Friedrich-Ebert-Straße (heute Fenchelstraße) beziehen.

 

 

Probeaufbau und „Einweihung“ des neuen Sanitätszeltes im
Bauhof durch Hans Frank, Franz Braun und Kurt Bickel (vlnr.)

 

 

Da die räumlichen Verhältnisse sehr eng waren, wurde dem Verein 1972 ein Raum im Pavillon des Schulhauses in der damaligen Schillerstraße (daher der Name „Schiller-Schule“ – die Schule hatte nie einen eigenen Namen), heute Hölderlinstraße, überlassen. Als dieser Raum dem Schützenverein übergeben wurde, erhielt der Ortsverein Anfang der 80er Jahre im Dachgeschoß des Schulhauses die ehemaligen Handarbeitsräume zur Nutzung. Diese Räume wurden letztlich auch zu klein, zumal sich 1978 wieder eine Jugendgruppe gründete und auch der Hausmeister mehr Raum erhalten sollte. Deshalb bezog der Ortsverein nach Ende der Vorschul-Ära, Mitte der 80er Jahre, das Klassenzimmer im 1. OG, das bis zum Jubiläumsjahr 2010 als Schulungs- und Veranstaltungsraum dient.

 

Aufgrund der Gemeindereform 1972 verlor der Ortsverein die passiven Mitglieder des Ortsteils Waid an Weinheim.

 


1974 wurde der Ortsverein endlich beweglich und erhielt am 10. Februar einen Mannschaftswagen (VW-Bus) für die Aktiven für sagenhafte 12.674,78 DM!

 

 

Zur Kreisversammlung 1974 konnten für Leutershausen 14 aktive Männer, 10 aktive Frauen und 84 passive Mitglieder gemeldet werden.

Im neuen Sportzentrum, welches 1974 eingeweiht wurde, wurde auch ein Sanitätsraum zu unserer Verfügung eingerichtet.

 

Auf dem Gelände des 1975 erbauten Feuerwehrhauses in Leutershausen erhielt das Rote Kreuz auch eine große Garage zur Unterbringung des Fahrzeugs und des inzwischen doch recht beachtlichen Sanitätsmaterials und der Geräte.

 

 

In den Jahren 1976, 1977 und 1979 wurden vom Kreisverband Mannheim mehrwöchige Erholungsaufenthalte für bedürftige Kinder aus Berlin und Oldenburg in der Martin-Stöhr-Schule in Leutershausen durchgeführt. Das leibliche Wohl der Kinder lag in den Händen von Erna Zinke und Ottilie Frank mit Unterstützung des damaligen Hausmeisters Hans Triebel.

 

Die erfolgreiche Mitgliederwerbung in den 70er Jahren brachte den passiven Mitgliederstand von 84 auf 242 Personen. Die Krönung dieser Aktion war im Juni 1977. Von Bürgermeister Werner Oeldorf, Kreisgeschäftsführer Walter Randoll, und Erna Zinke konnte  Anneliese Heckmann als das 30.000te Fördermitglied im Kreisverband Mannheim begrüßt werden! Die Zahl der passiven Mitglieder stieg in Leutershausen auf 376 Personen an.

Mit Unterstützung der Raiffeisenbank und des Kreisverbandes wurde 1976 ein Katastrophenschutz - Anhänger angeschafft.

 

 

 

 

Erna Zinke trat am 29. Oktober 1976 als Bereitschaftsführerin zurück.

Sie erhielt als Anerkennung für Ihre Verdienste im Jahre 1976 aus den Händen von Landesbereitschaftsleiterin Frau Dr. Else Färber das DRK Ehrenzeichen.


 

 

 Erna Zinke erhält aus der Hand von Frau Dr. Färber das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes

 

 

 

Sie wurde am 18. Februar 1977 zur Ehrenbereitschaftsführerin ernannt.

 

 

 

Im Januar1978 konnte wieder eine JRK – Gruppe gebildet werden. Sie erhielt erfreulicher Weise einen sehr starken Zuspruch. Ende des Jahres hatte die Gruppe 23 männliche und 10 weibliche JRK-ler.

 

 

Die Mitglieder der neuen JRK Gruppe: (vlnr.): Ursel Ehret, Jürgen Bauscher, Michael Frank, Brigitte Heiseck, Thomas Kurz,

Sabine Heiseck, Jürgen Zoller, Volker Zimmermann, Alexander Wladarz, Christine Sherley, Holger Boenisch

 

 

 

Bei der Hauptversammlung am 6. März 1981 ging die Ära „Erna Zinke“ zu Ende. Sie trat nicht mehr zur Wahl als erste Vorsitzende an. In Anerkennung ihrer Leistung als Ausbilderin „Erste Hilfe, Sofortmaßnahmen am Unfallort, Häusliche Krankenpflege, EH am Kleinkind“, auch als erste weibliche Vorsitzende im Kreisverband erhielt sie zum Dank die Henry Dunant Medaille in Silber überreicht.

 

 

 

Die neue OV – Führung sah nun wie folgt aus:
 

1. Vorsitzender
2. Vorsitzender
Kassenwart
Schriftführer
Gerätewart
Hans Frank
Hans Maier
Sieglinde Frank
Kurt Bickel
Manfred Maier

 

 

 

vlnr.: Manfred Maier, Hans Frank, Erna Zinke, Sieglinde Frank, Thomas Kurz (Jugendleiter)

Hans Meier

 

Ab 1982 beteiligte sich der Ortsverein mit einer Strauswirtschaft auch am jährlich stattfindenden Straßenfest zur Freude des Kassenbestandes. Ohne diese Aktivität hätten viele Anschaffungen nicht durchgeführt werden können und sie bildete zusammen mit dem Maifest fortan auch die finanzielle Basis, auf der der Ortsverein aufbauen konnte.

 

 

 

Durch die teilweise Übernahme der JRK Mitglieder in die Aktivität erreichte der Ortsverein 1983 eine aktive Zahl von 19 Männern, 8 Frauen und 465 passiven Mitgliedern.

 


 

Am neu eingeführten Weihnachtsmarkt erfreut das Jugendrotkreuz seit 1983 mit Unterstützung der Bereitschaft die Besucher mit einem Glühweinstand, in der Anfangszeit auch mit einer kräftigen Erbsensuppe. Die Erbsensuppe wurde aber aufgrund des steigenden Essensangebotes auf dem Weihnachtsmarktwieder aufgegeben.

 

 

Am Glühweinstand: Thomas Kurz, Michael Frank, Jürgen Zoller, Dietmar Riedel

 

 

Weil die Zahl der Jugendlichen immer größer wurde erhielt die Jugendgruppe im Erdgeschoß des alten Schulhauses in der Hölderlinstraße einen zusätzlichen Raum welcher selbst ausgebaut und mittlerweile einmal komplett renoviert wurde.


Zum 75jährigen Jubiläum konnte der Ortsverein im Jahre 1985 in die Heinrich-Beck-Halle einladen.
 

 

Der große Festabend wurde unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Werner Oeldorf, unter Mitwirkung der Kapelle „Ave Maria“ und den damals noch drei örtlichen Gesangvereinen gefeiert.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde Erna Zinke zur Ehrenvorsitzenden und Senior Georg Probst zum Ehrenmitglied des DRK - Ortsvereins ernannt.

 

 

Auf dem Bild zu sehen (vlnr): Helga Vaisnys, Christel Probst, Frohmut Schimpf, Alice Maier, Uwe Awenius, Klara Rell,

Erna Zinke, Hans Frank, Georg Probst, Hans Maier

 

 

Das Jugendrotkreuz konnte 1988 im Rahmen eines sehr gut gelungenen Festabends im evangelischen Gemeindehaus sein 10 jähriges Bestehen feiern.

 


 

 

 

Mit dem Beitritt der DDR zum Bundesgebiet 1989/90 wurden in Hirschberg zwei Umsiedlerlager, eines davon in der Martin-Stöhr-Schule, eingerichtet (15.11.- 10.12.1989) und von beiden DRK Ortsvereinen betreut. Dieser Großeinsatz forderte alle Aktive und sogar verbandsfremde Helfer mit rund 5.000 Einsatzstunden.

 

Am 16. November 1991 wurde unter der Leitung unseres Zugführers Carsten Ewald eine Großübung in Leutershausen unter Beteiligung der Ortsvereine Großsachsen und Lützelsachsen, sowie den Feuerwehren von Leutershausen, Großsachsen und Rippenweier sowie dem THW Ladenburg und dem Rettungshundezug des ASB Mannheim durchgeführt! Thema: „Ortskern in Flammen – Starfighter 91.“
 

 

 


 

Der mittlerweile 17 Jahre alte VW Bus konnte  im Dezember 1991 durch einen neuen Mannschaftswagen ersetzt werden. Das alte Fahrzeug wurde als Spende an die Partnergemeinde Niederau übergeben.

 

 

 

 

 

Am 1. Januar 1995 wurde die Ehrenvorsitzende Erna Zinke mit der Ehrennadel des Landes Baden Württemberg ausgezeichnet.

 

 

  

In diesem Jahr wurde eine neue Einrichtung, nämlich eine Senioren – Gymnastikgruppe, gegründet. Im hundertjährigen Jubiläumsjahr des Ortsvereins besteht sie immerhin auch schon 15 Jahre.

 

 

Die Beteiligung am Straßenfest mit einer Straußwirtschaft musste der Ortsverein mangels Personal leider ab1997 aufgeben. Der Sanitätsdienst wird vom Ortsverein jedoch weiterhin gestellt.

 

 

In der Organisation der Bereitschaften gab es nach Vorgabe des Landesverbandes im Jahr 1999 auch eine große Veränderung. Die Zusammenfassung von mehreren Ortsvereinen in einer Bereitschaft – entlang der Bergstraße bestehend aus Lützelsachsen, Hohensachsen-Ritschweier, Großsachsen und Leutershausen - wurde beendet. Jeder Ortsverein hatte nun seine eigene Bereitschaft, wobei die Zusammenarbeit in loser Form erhalten blieb.

 

 

2002 gab es abermals einen Wechsel in der Vereinsführung: Anlässlich der Hauptversammlung am 12. April 2002 gab Hans Frank sein Amt als Vorsitzender nach 21 Jahren auf. Bei der  Neuwahl wurde Michael Frank zum ersten Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter und gleichzeitig Bereitschaftsleiter wurde Carsten Ewald. Zum Kassier wurde Thomas Kurz und zum Gerätewart Peter Bickel gewählt.

 


vlnr
.: Hans Frank, Thomas Kurz, Michael Frank, Carsten Ewald, Sieglinde Frank, Peter Bickel

 

 

 Im April 2004 wurde Hans Frank zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Leider nimmt die Bereitschaft, sich ehrenamtlich im Roten Kreuz zu betätigen, ständig ab. Auch den Jugendlichen werden mittlerweile so viele Möglichkeiten geboten, ihre Freizeit zu gestalten, dass dabei die Attraktivität des DRK etwas auf der Strecke bleibt. Dies spiegelt sich sowohl in der Altersstruktur wie auch in der aktuellen Zahl der aktiven Mitglieder wieder.

 

Die Gemeinde Hirschberg plant derzeit, ein neues Hilfeleistungszentrum in dem neben Feuerwehr und Bauhof auch der dann neu zu gründende DRK Ortsverein Hirschberg ein neues Zuhause finden soll.

 

Die Vorstände beider Ortsvereine von Leutershausen und Großsachsen sind zwischenzeitlich in gemeinsamen Gesprächen überein gekommen, im Jahre 2011 die Fusion beider Ortsvereine anzustreben und diese den Mitgliederversammlungen jeweils vorzuschlagen.

 

Der Termin 2011 wurde bewusst gewählt, um beiden Ortsvereinen die Möglichkeit zu geben, ihre jeweiligen Jubiläen (Leutershausen 100 Jahre und Großsachsen 75 Jahre) zu begehen. Außerdem ist mit der Fertigstellung des Hilfeleistungszentrums bis 2011 zu rechnen. Somit wäre dies ein gelungener Zeitpunkt, um künftig gemeinsam für das Wohl der Hirschberger Bevölkerung tätig zu werden.

 

 

Hirschberg-Leutershausen, im April 2010

 

 

Aktive Mitglieder im Jubiläumsjahr 2010:


Peter Bickel,

Petra Blome,

Franz Braun,

Maria Braun,

Anja Ewald,

Carsten Ewald,

Hans Frank,

Michael Frank,

Sieglinde Frank,

Alexander Hauck,

Antje Kautzleben,

Thomas Kurz,

Josef Michel,

Sofie Michel,

Klara Rell,

Dietmar Riedel,

Volker Schmitt,

Heidrun Unrath,

Helga Vaisnys,

Mitglieder desJugendrotkreuzes im Jubiläumsjahr 2010:
 
Karoline Bickel,
Theodor Bickel,
Meike Drücker,
Svenja Drücker,
Eric Kautzleben,
Kevin Setzer,
Benjamin Thannhäuser
 
Jürgen Blome
Nils Drücker,
Alexander Feigenbutz,
Julian Gauch,
Sören Gauch,
Marvin Göhrig,
Benam Salari,
Bijan Salari,

 

 


 

 

 

Die Vorsitzenden des Ortsvereins in Chronologischer Reihenfolge

 

 

 

1910              Jakob Weber

- 1. Weltkrieg -

1921               Jakob Christoph

1924              Jakob Horsch

1931              Nikolaus Schrödersecker

1932              Peter Ost

            - 2. Weltkrieg -

1945              Herman Blum, Heinrich Mack, Richard Volk

1954              Erna Zinke

1981              Hans Frank

2002              Michael Frank

 

  

Wir danken allen nachfolgend aufgeführten Freunden und Gönnern für ihre finanzielle Unterstützung anlässlich unseres Jubiläums 2010
(Ein Klick auf das Logo führt Sie zur Website des Unternehmens - sofern vorhanden)

 

Ihre Blumenecke Schröder-Mohr

Metzgerei und Party-Service Schöne 

 

Spegg Kopier- und Informationssysteme

Friedrich Kreis GmbH  

Weingut Teutsch 

Volksbank Kurpfalz H+G Bank eG  

Goldbeck Solar GmbH
Getränkevertrieb Ost
OMV-Tankstelle Harald Dietz
Jörn Schmidt, Garten- und Landschaftsbau
Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
Wetzel Gemüse und Feinkost
Freiwillige Feuerwehr Leutershausen
Freiwillige Feuerwehr Großsachsen
Metzgerei Schmitt
Gasthaus zur Bergstraße Hermann und Gertrud Vogler
Gemeinschaftspraxis Dr. med. R. Wegwart
und Dr. med. R. Willenbacher
Salon 35, Heinrich Fisch
Auto du Vigneau Obsthof Gerhard Stöhr
Recherchen zur Chronik:
Fotos:
Übersetzung von Sütterlin in lateinische Schrift:
Gestaltung:
Hans Frank
privat und Erich Dallinger
Ilse Schwerin
Michael Frank

 

                        

Zeitungsausschnitte mit freundlicher Genehmigung der Weinheimer Nachrichten

Nachdruck, auch auszugsweise, unter Angabe der Quelle ausdrücklich erlaubt!